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VHB Versorgungstechnisches Handwerk Berlin GmbH

Bad & Sanitär

Altersgerechtes Bad mit bodengleicher Dusche: Ablauf und Förderung in Berlin

Was beim barrierefreien Badumbau im Altbau wirklich geht, wie der Ablauf aussieht und welche Zuschüsse 2026 realistisch sind – von der Pflegekasse bis zur KfW. Konkret für Berlin und Umgebung.

Aktualisiert am 2026-06-30

Altersgerechtes Bad mit bodengleicher Dusche: Ablauf und Förderung in Berlin

Kurz: Ein bodengleiches Bad lässt sich auch im Altbau fast immer realisieren – die Frage ist meist nur das Wie, nicht das Ob. Planen Sie zwei bis drei Wochen Bauzeit ein. An Förderung kommen 2026 zusammen: bis zu 4.180 € von der Pflegekasse (ab Pflegegrad 1) und der KfW-Zuschuss 455-B, solange das Budget reicht.

Warum gerade hier viele Bäder umgebaut werden

Im Berlin stehen viele Häuser, die ihre Bewohner überdauert haben – im besten Sinne. Wer in Berlin seit Jahrzehnten im eigenen Haus lebt, will dort bleiben. Das Bad aus den Siebzigern mit der hohen Wannenkante steht dem irgendwann im Weg. Ein Umbau zur bodengleichen Dusche ist die häufigste Maßnahme, mit der wir das lösen.

Die gute Nachricht zuerst: Der Altbau ist selten das Problem. Wir haben in Berliner Villen genauso gearbeitet wie in Mehrfamilienhäusern, und in den allermeisten Fällen war der Bodeneinlauf eine Frage der richtigen Technik, nicht des guten Willens.

Was im Altbau wirklich geht

Eine bodengleiche Dusche braucht ein Gefälle und einen Ablauf, der unter Estrichniveau verschwindet. In Neubauten ist dafür reichlich Aufbauhöhe da. Im Altbau wird es enger – und genau hier trennt sich solide Planung von leeren Versprechen.

Drei Wege, die wir je nach Bausubstanz gehen:

  • Standard-Bodenablauf, wenn unter dem Estrich genug Platz ist. Die saubere Lösung, optisch wie technisch.
  • Flache Duschrinne oder Punktablauf mit reduzierter Bauhöhe – moderne Systeme kommen mit wenigen Zentimetern aus. Damit lösen wir die meisten Altbau-Fälle.
  • Pumpentechnik (Hebeanlage), wenn die Abwasserleitung höher liegt als der gewünschte Ablauf. Kommt selten vor, ist aber bei tiefliegenden Bädern manchmal der einzige Weg.

Was wir vorab klären müssen: die Lage der Fallleitung, den Zustand der Abdichtung und ob tragende Bauteile betroffen sind. Bei einem Vor-Ort-Termin sehen wir das in zwanzig Minuten – statt es am Telefon zu raten.

Mehr als nur die Dusche

Ein altersgerechtes Bad ist nicht mit dem Ablauf erledigt. Sinnvoll gehören dazu rutschhemmende Fliesen, eine durchdachte Höhe für Waschtisch und WC, stabile Haltegriffe an den richtigen Stellen und genug Bewegungsfläche. Oft kommt Beleuchtung dazu, manchmal eine neue Elektroinstallation für gut erreichbare Schalter und Steckdosen.

Hier zahlt sich aus, dass wir Sanitär und Elektro im Haus haben. Sie koordinieren nicht zwei oder drei Firmen, die sich gegenseitig den Termin schieben. Wer den Estrich öffnet, kann gleich die Leitung mitziehen. Das spart Zeit, Schmutz und am Ende Geld.

Der Ablauf, Schritt für Schritt

  1. Vor-Ort-Termin und Festangebot. Wir schauen uns das Bad an, klären die Technik und Sie bekommen ein verbindliches Angebot – keine Überraschung auf der Schlussrechnung.
  2. Förderantrag stellen. Das passiert zwingend vor Auftragsvergabe (dazu unten mehr). Wir liefern Ihnen die Unterlagen, die die Kassen sehen wollen.
  3. Bauphase. Demontage, Rohinstallation, Abdichtung, Fliesen, Montage. Ein typisches Bad ist in zwei bis drei Wochen fertig, je nach Größe und Sonderwünschen.
  4. Abnahme und Übergabe. Funktionsprüfung, Dichtigkeit, alles dokumentiert. Bei Bedarf sind wir über unseren 24/7-Notdienst auch danach erreichbar.

Förderung 2026: Was realistisch geht

Beim Thema Geld kursieren viele veraltete Zahlen. Hier der ehrliche Stand für 2026.

Pflegekasse – die verlässlichste Quelle

Wenn ein Pflegegrad vorliegt, zahlt die Pflegekasse für „wohnumfeldverbessernde Maßnahmen” nach § 40 SGB XI bis zu 4.180 € je Maßnahme. Der Umbau einer Wanne zur bodengleichen Dusche ist ausdrücklich als förderfähig genannt, inklusive der dafür nötigen Fliesenarbeiten.

Das Wichtige: Es reicht bereits Pflegegrad 1, und der Zuschuss ist bei veränderter Pflegesituation erneut möglich. Diese Förderung ist budgetunabhängig – sie wird nicht „erschöpft” wie ein Topfprogramm. Deshalb ist sie für viele unserer Kunden der eigentliche Hebel.

KfW-Zuschuss 455-B – wieder da, aber begrenzt

Der KfW-Investitionszuschuss 455-B war zeitweise mangels Budget gestoppt. Seit April 2026 ist er wieder offen, mit 50 Millionen Euro im Topf für das laufende Jahr. Für Einzelmaßnahmen gibt es 10 % der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 €; beim vollständigen Standard „Altersgerechtes Haus” mehr.

Der ehrliche Hinweis dazu: Bei diesem Budget und dem Antragsstau aus der Stopp-Phase rechnen Fachverbände damit, dass der Topf im Lauf des Jahres leer sein kann. Wer den Zuschuss will, sollte früh dran sein – und sich nicht darauf verlassen, dass er im Herbst noch verfügbar ist. Den aktuellen Stand prüfen wir mit Ihnen beim Beratungstermin.

KfW-Kredit 159 als Alternative

Wer keinen Pflegegrad hat oder größer umbaut, kann den KfW-Kredit 159 nutzen: ein zinsgünstiges Darlehen bis 50.000 € pro Wohneinheit für altersgerechte Maßnahmen. Kein geschenktes Geld, aber bei den aktuellen Konditionen eine ruhige Finanzierung über lange Laufzeit.

Eine Regel gilt bei allen drei: Der Antrag muss vor Beginn gestellt und genehmigt sein. Wer erst beauftragt und dann fördern will, geht meist leer aus. Genau hier helfen wir, dass nichts schiefläuft.

Häufige Fragen

Geht eine bodengleiche Dusche auch in meinem Altbau wirklich?

In den allermeisten Fällen ja. Entscheidend ist die Aufbauhöhe über der Abwasserleitung. Reicht sie nicht für einen Standardablauf, lösen wir es mit flachbauenden Rinnen oder einer Hebeanlage. Sicher wissen wir es nach dem Vor-Ort-Termin.

Wie lange ist mein Bad nicht nutzbar?

Rechnen Sie mit zwei bis drei Wochen für ein komplettes Bad. Bei kleineren Eingriffen geht es schneller. Den genauen Zeitplan bekommen Sie mit dem Festangebot, damit Sie sich darauf einstellen können.

Bekomme ich ohne Pflegegrad überhaupt Förderung?

Ja – über den KfW-Zuschuss 455-B (solange Budget da ist) oder den KfW-Kredit 159. Der Pflegekassen-Zuschuss setzt einen Pflegegrad voraus, die KfW-Programme nicht.

Kann ich Pflegekasse und KfW kombinieren?

Grundsätzlich lassen sich Pflegekassen-Zuschuss und KfW-Förderung für unterschiedliche Anteile kombinieren. Die Bedingungen ändern sich aber, deshalb prüfen wir das fallbezogen mit Ihnen, bevor ein Antrag rausgeht.

Macht VHB den ganzen Umbau oder nur die Sanitärarbeiten?

Wir machen das Bad aus einer Hand: Sanitär, Elektro, bei Bedarf Heizung. Sie haben einen Ansprechpartner und müssen keine Gewerke selbst koordinieren.


Ein Bad, das mitwächst – geplant von einem Meisterbetrieb aus der Nachbarschaft. VHB Versorgungstechnik baut barrierefreie Bäder im gesamten Berlin. Wir kommen vorbei, schauen uns Ihre Situation an und Sie bekommen ein verbindliches Festangebot inklusive einer ehrlichen Einschätzung zur Förderung. Vereinbaren Sie Ihren Vor-Ort-Termin.